Spaltende Integration

Unter den Bedingungen einer falsch konstruierten Wirtschafts- und Währungsunion treiben die Krisenbekämpfungsmaßnahmen die Menschen Europas aus- und gegeneinander. Ein Institutionengebäude wie das von Maastricht, das fast alle Ampeln für neoliberale Politik auf grün stellt, aber die für Sozialstandards und für gegenseitige Unterstützung und Annäherung der Volkswirtschaften auf rot oder bestenfalls gelb blinkend, kann nicht ohne harte Konflikte, Krisen und Brüche reformiert werden. Anstöße zu einer demokratischen, sozialen und ökologischen Neuorientierung Europas und der Eurozone werden letztlich nur von einzelnen Ländern, von der nationalstaatlichen Ebene ausgehen können.

Dr. Steffen Lehndorff ist Sozialforscher am Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen.

Veranstaltet von Occupy Bochum, attac Bochum und Bahnhof Langendreer in der Reihe „Für ein richtiges Leben und Arbeiten! Bochumer Debatte“, gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

 

Vortrag und Diskussion

Mi., 6. Mai 2015, 19:00 Uhr

Bahnhof Langendreer
Studio 108
Wallbaumweg 108
44894 Bochum