Vortrag und Diskussion mit Klaus Dörre: Wie ticken eigentlich die Arbeitnehmer*innen?

26.10.2016 | 19.00 Uhr | Bahn­hof Lan­gend­re­er | Studio 108 |

Die Ausgangssituation für Kapitalismus- bzw. Gesell­schaftskritik ist gerade ausgesprochen gut. Nicht zuletzt im Diskurs um die aktuelle Flüchtlingsbewegung ist immer wieder das „Versagen des Staates” Thema. Allerdings kommen diese Äußerungen zu großen Teilen von rechts – von AfD, PEGIDA & Co. Linke Stimmen sind momentan nur leise zu vernehmen.

Um in dieser Situation linke Perspektiven zu entwickeln, mag ein Blick auf ein Feld weiterhelfen, das lange Zeit großes Interesse bei linken Wissen­schaft­ler*innen weckte, mittlerweile allerdings etwas in Vergessenheit geriet: Das Arbeiter*innenbewusstsein. Einerseits, weil gerade in den Abstiegsängsten einer zunehmend mit unsicheren Arbeitsverhältnissen konfrontierten Arbeitnehmer*innenschaft eine Ursache für rechte Einstellungen vermutet wird. Andererseits, weil doch genau diese Erfahrung gerade den Blick nach links öffnen müsste.

Klaus Dörre, Leiter des Lehrstuhls für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, beschäftigt sich wissenschaftlich seit längerem mit dieser Thematik und hat schon 2013 eine Studie mit dem Titel “Das Gesellschaftsbild der LohnarbeiterInnen”  veröffentlicht.

Ver­an­stal­tet von Oc­cu­py Bo­chum und Bahn­hof Lan­gend­re­er in der Reihe „Für ein rich­ti­ges Leben und Ar­bei­ten. Bo­chu­mer De­bat­te“, ge­för­dert von der Stif­tung Men­schen­wür­de und Ar­beits­welt.

Ak­tu­el­le Infos auf der Seite des Bahn­hofs.